Archiv für April 2009

Das Taj Mahal und Agra

2009/04/12

Sehr früh in Agra mit dem Zug angekommen machten wir uns auf den Weg zu einer der Hauptattraktionen in Indien. Wir mussten umgerechnet ca. 11 Euro Eintritt zum Taj Mahal zahlen. Am Eingang wurden wir wie am Flughafen in der Sicherheitskontrolle abgetastet. Die Gärten um das Taj sind echt riesig. Wir liefen erstmal eine Weile bis wir das Taj erblickten. Es war echt riesig groß und wunderschön. Doch hat es uns nicht so sehr beeindruckt wie viele andere Touristen, da wir vorher schon einige große und schöne Grabstätten besichtigt hatten. Der Unterschied zu den anderen ist allerdings, dass das Taj mit Steinen aus der ganzen Welt verziert ist. Das hat uns sehr beeindruckt. Im weißen Marmor sind aus verschieden farbigen Steinen Blumen eingelassen. Es sieht echt wunderschön aus. Vorallem im Inneren des Taj. Dort sind die Blumen sehr fein gearbeitet. Wir waren außerdem sehr fasziniert, dass ein König für seine große Liebe eine solch riesige Grabstätte erbauen lässt. Harry meinte, ich solle ihm auch so etwas bauen wenn er einmal stirbt.

Nach dem Taj besichtigten wir das Fort von Agra. Dort sperrte einst der Sohn des Königs seinen eigenen Vater ein um selbst an die Macht zu kommen. Der König konnte vom Fort aus immer die Grabstätte seiner geliebten Frau sehen, aber nicht hingehen. Das Fort selbst ist eines der schönsten Forts, die wir besichtigt haben. Es gibt einige Gebäude aus weißem Marmor die ebenfalls wie das Taj mit bunten Steinblumen verziert sind.

Als nächstes ließen wir uns zum Busbahnhof fahren, denn von dort wollten wir mit dem Bus in eine verlassene Stadt fahren, die einst ein König erbauen lassen hat. Allerdings hat er nicht beachtet, dass es dort kaum Wasser gibt, sodass die Bewohner nur 12 Jahre in dieser Stadt wohnten bis sie in fruchtbarere Gegenden ziehen mussten. Der Bus zu dieser Stadt kam aber nicht wie in unserem Reiseführer erfasst alle halbe Stunde. Nach einer Stunde entschlossen wir uns mit einem Taxi in die Stadt zu fahren. Dort angekommen erforschten wir verlassene Ruinen und das Schloss des Königs. Außerdem zeigte uns ein Student der gerade dabei war Touristenguide zu werden eine Moschee. Diese war ebenfalls für den König erbaut worden. Im Inneren der Moschee kauften wir einige Andenken aus weißem Marmor.

Am Abend fuhren wir mit einem Luxus-Zug wieder nach Delhi. Dort kamen wir in der Nacht im gleichen Hotel in dem wir uns auskuriert hatten an.

Pilgerstadt Varanasi und der Ganges

2009/04/08

Als wir mit dem Zug in Varanasi ankamen, wurden wir von einem Taxifahrer vom Hotel abgeholt. Wir waren sehr erschöpft und glücklich unser Gepäck nicht tragen zu müssen. Nach einer halben Stunde Fahrt versuchte der Fahrer uns klar zu machen, dass man weiter in die Stadt mit dem Auto nicht fahren dürfe. So mussten wir also aussteigen und unser Gepäck 20 Minuten durch Varanasi tragen. Wir waren klitschnass – es war schließlich Mittag und die Sonne brannte nur so runter. Und wir waren sehr sauer, dass wir für das Taxi 250 Rupien zahlen mussten als wir im Hotel ankamen. Deshalb regte ich mich beim Chef auch ein bisschen auf. Er hat uns dann insgesamt für Hin- und Rückfahrt 100 Rupien Vergünstigung gegeben.

 

Nach einer erfrischenden Dusche ging es dann auf Erkundungstour. Wir sahen mehrere sogenannte Ghats am Ganges. Das sind Stufen die zum Ganges hinunter führen damit sich die Pilger im Ganges von ihren Sünden reinwaschen können. Das Haupt-Ghat dient den Indern als Verbrennungsort für die Toten. Sie werden auf geschmückten Holzbaren erst durchs Dorf getragen, dann im Ganges gewaschen und anschließend auf Holzscheiten verbrannt. Wir haben bei drei oder vier Einäscherungen zugesehen. Danach sind wir Flussaufwärts die Ghats entlang gegangen und haben den Indern beim Baden und Waschen zugesehen. Auf dem Weg versuchte uns ein Bootfahrer nach dem anderen zu überreden, dass wir uns doch mit seinem Boot über den Ganges shippern lassen sollten. Doch wir fanden es spannender zu Fuß zu gehen.

Ganga Ritual

Am Abend sahen wir bei einer Ganges-Weihung zu die jeden Abend statt findet. Dabei weihen sieben Hindu-Priester mit Räucherstäbchen, Feuer, Blumen und vielem mehr auf Altären direkt am Ganges bei Glockengebimmel und Gesang alle vier Himmelsrichtungen. Wir fanden die Zeremonie ein bisschen sehr lang, haben aber im Gegensatz zu allen anderen Touristen bis zum Schluss durchgehalten.

In Varanasi besichtigten wir außerdem noch eine Sternwarte mit Sonnenuhren aus der Zeit des 17. Jahrhunderts. Wie in allen anderen Städten auch, gab es natürlich ein Fort zu besichtigen. Dieses erreichten wir mit einer Motorradrikscha über eine sehr wackelige Brücke über den Ganges. Wir wurden ordentlich durchgeschüttelt. Das Fort war wie immer riesig groß und impulsant.

Insgesamt waren wir zwei Tage in Varanasi. Danach ging es mit dem Nachtzug nach Agra weiter.